Richtlinien und Verordnungen


Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) legt die Grundsätze zur Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken fest. Sie findet überall dort Anwendung, wo der Verkehrswert (Marktwert) von Immobilien zu ermitteln ist. Anwender sind vor allem die Gutachterausschüsse für Grundstückwerte, Sachverständige für die Grundstückswertermittlung, Banken und Versicherungen. Mit dem In-Kraft-Treten der neuen ImmoWertV ergibt sich das Erfordernis einer Überarbeitung der Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2006). Dies soll schrittweise in Form von einzelnen Richtlinien erfolgen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu einer Richtlinie zusammengeführt werden sollen.

Die Sachwert-Richtlinie ist die erste von mehreren nachfolgenden Richtlinien. Sie enthält Anwendungshinweise zum Sachwertverfahren und vertieft damit die in der neuen ImmoWertV geregelten aktuellen Verfahrensgrundsätze zum Sachwertverfahren. Vor allem soll die SW-RL dazu beitragen, eine modellkonforme Ermittlung des Sachwerts beziehungsweise der der Sachwertermittlung zugrunde liegenden Daten nach einheitlichen und marktgerechten Grundsätzen zu gewährleisten.

Dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat erstmals eine Richtlinie zur Ermittlung von Bodenrichtwerten erlassen. Die Richtlinie zur Ermittlung von Bodenrichtwerten ist am 11. Februar 2011 in Kraft getreten. Sie enthält grundlegende, mit den Ländern und Kommunalen Spitzenverbänden abgestimmte Handlungsempfehlungen für die Bodenrichtwertermittlung durch die örtlichen Gutachterausschüsse.

Das Baugesetzbuch (BauGB) ist die wichtigste Rechtsquelle des Städtebaurechts. Es ist in vier Kapitel gegliedert und enthält insbesondere die Vorschriften zum Allgemeinen und Besonderen Städtebaurecht.

Die Sachverständigenordnung bestimmt u.a. die unabhängige, weisungsfreie, gewissenhafte und unparteiische Auftragserfüllung des Sachverständigen.